Global Player oder Armenhaus?

Recherchereise nach Indien im April 2006

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India everywhere – mit diesem Slogan trat die indische Delegation in diesem Jahr auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf. Der Anspruch wurde Wirklichkeit: Die Welt ist im Indien-Rausch. Manager sehen das Land als Alternative zu China, Politiker setzen auf die größte Demokratie der Erde als strategischen Partner in Asien. US-Präsident George Bush möchte das Land gar in den Kreis der offiziellen Atommächte aufnehmen.

Diesen Trend durfte journalists.network natürlich nicht verpassen: Kurz vor dem Deutschland-Besuch von Ministerpräsident Manmohan Singh machten wir uns ein eigenes Bild von der Richtung, in die sich die Supermacht in spe entwickelt – und von den Problemen, die den Aufstieg noch behindern. Weiterlesen …

Feuerprobe für Orange

Recherchereise in die Ukraine im März 2006

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Eineinhalb Jahre nach der weltweit beachteten „orangenen Revolution“ reiste journalists.network im März 2006 mit einer Gruppe polnischer und deutscher Journalisten in die Ukraine. Die Teilnehmer erlebten ein Land in einer aufregenden Umbruchphase: Das Lager der Reformer um Präsident Viktor Juschtschenko und Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat sich auseinander bewegt. Der russisch dominierte Osten und die dortigen Industrie-Oligarchen gewinnen wieder an Einfluss. Weiterlesen …

Atommacht Iran – wie reagiert Deutschland?

Hintergrundgespräch mit dem CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz in Berlin

ruprecht_polenzDas erste Hintergrundgespräch des Jahres 2006 führten Teilnehmer von journalists.network am 8. März in Berlin mit Ruprecht Polenz (CDU), dem neuen Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag. Polenz gab ausführlich und präzise Auskunft über seine Sicht auf eine ganze Reihe internationaler Fragen: Den Atomkonflikt mit dem Iran, das neue außenpolitische Selbstbewusstsein der russischen Regierung oder die Rolle der aufstrebenden Großmacht Indien.

Energie, Infrastruktur und Globalisierung

Recherchereise nach China im November 2005

Chinas Volkswirtschaft wächst in rasantem Tempo. Der Westen ist ratlos und schwankt zwischen Bewunderung und Furcht. Zwar sehen Europa und die USA Marktchancen für ihre Unternehmen, aber zugleich fühlen sie sich bedroht durch die Konkurrenz aus Fernost. Es geht um Anteile auf dem Weltmarkt und um den Zugang zu Ressourcen.

Von China aus gesehen sind die Sorgen andere. Das Land braucht mehr als sieben Prozent Wachstum im Jahr, um Arbeitsplätze für die Riesenbevölkerung zu schaffen und um auch ärmere Regionen in den Aufschwung mit einzubeziehen. Dafür muss die Regierung einen enormen Energiebedarf decken.

Vom 12. bis 22. November 2005 fuhr unsere 14-köpfige China-Truppe tagsüber recherchierend und abends Karaoke singend quer durch das Riesenland und futterte sich dabei durch zahlreiche regionale Küchen. Weiterlesen …

Zwischen demokratischem Aufbruch und postsowjetischer Stagnation

Alumni-Reise nach Tadschikistan im Oktober/November 2005

Eine Welle von Revolutionen rollte durch mehrere postsowjetische Republiken. Den Anfang machte im Winter 2003 Georgien mit seiner Rosenrevolution, ein Jahr später folgte die Ukraine mit ihrer Revolution in Orange. Ende März 2005 war dann auch die Tulpenrevolution in Kirgistan nicht mehr aufzuhalten. Das Nachbarland Tadschikistan, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, zählten Beobachter zu jenen Risikostaaten, in denen eine Revolution ebenfalls möglich ist. Weiterlesen …

Withdrawal to Peace?

Recherchereise nach Israel und Palästina im Oktober 2005

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Crossing Qalandya Checkpoint from Jerusalem to Ramallah

Zum 10. Mal hat journalists.network eine Recherchereise nach Israel und in die Palästinensergebiete angeboten. Vom 1. bis 8. Oktober 2005 haben wir in Jerusalem, Ramallah, Gaza und Tel Aviv recherchiert. Weiterlesen …

Deutschland vor der Bundestagswahl

Recherchereise für israelische Journalisten in Deutschland im September 2005

Direkt vor der Bundestagswahl 2005 recherchierte eine Gruppe israelischer Journalisten auf Einladung von journalists.network in Deutschland.
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10 Jahre journalists.network

Große Alumni-Party im September 2005 im Café Moskau in Berlin

Auch die jn-Vorstandsmitglieder Sabine Muscat, Andreas Caspari und Stefanie Bolzen konnten dem China-Rock von „Alptraum der Roten Kammer“ nicht widerstehen.

Mit einer Recherchereise nach Israel hat 1995 alles angefangen. Seitdem waren hunderte junge Journalistinnen und Journalisten mit journalists.network unterwegs: von Buenos Aires bis Beijing, vom Pariser Quai d’Orsay bis zu den Ölfeldern Sibiriens. Und das Netzwerk wächst weiter. journalists.network hatte also allen Grund zum Feiern: mit allen, die dabei waren. Und allen, die uns unterstützt haben. Über 200 Alumni und Alumnae sowie Freunde und Förderer von journalists.network kamen am 17. September 2005 zur großen Jubiläumsparty ins Café Moskau in Berlin-Mitte. Weiterlesen …

Der Kreml und das Kapital

Recherchereise nach Russland im Juni 2005

Zentrum der Macht: Von Moskau aus lenken Kreml und Oligarchen die Geschicke Russlands.

Zentrum der Macht: Von Moskau aus lenken Kreml und Oligarchen die Geschicke Russlands.

Ins Zentrum der russischen Macht, aber auch zu ihren Quellen führte diese Recherchereise nach Russland. Fast 15 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ging es um eine Lagebestimmung. Wo steht Russland, was stellt es dar?

Einen „autoritären Petrostaat“, sagte der unabhängige Abgeordnete Wladimir Ryschkow. Ein Land mit vielen Reformen hinter und vielen Reformen vor sich, beharrte Kyrill Androssow vom Wirtschaftsministerium. Ein Land, auf das wir angewiesen sind, wenn es auch künftig unter deutschen Dächern warm bleiben soll, mahnte Andreas Reichel von der E.ON Ruhrgas AG. Und deshalb werfe Deutschland auch gleich alle Prinzipien über Bord, wetterte Robert Amsterdam, der internationale Anwalt des eingekerkerten Öl-Milliardärs Michail Chodorkowskij. Weiterlesen …

Halbzeitbilanz der Regierung Kirchner

Recherchereise nach Argentinien im Februar 2005

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Unterwegs mit den Cartoneros: Die Obdachlosen von Buenos Aires leben von dem Verkauf von Altpapier und Werkstoffen.

Vom 11. bis 20. Februar 2005 besuchte eine 12-köpfige Gruppe von jungen Journalisten auf Einladung von journalist.networks die argentinische Hauptstadt Buenos Aires sowie die Provinzhauptstadt Córdoba im Nordwesten des Landes. Die Reise war die zweite im Rahmen unseres Lateinamerika-Programms, das seinen Auftakt 2003 mit einer Reise nach Brasilien hatte. Ziel der Argentinien-Reise war es, eine Halbzeitbilanz der Regierung Kirchner zu ziehen und zu recherchieren, welche Folgen die Wirtschaftkrise und der aus ihr resultierende Regierungswechsel hat. Weiterlesen …