Preisgekrönter Reporter, erfahrener Dozent

Hintergrundgespräch mit Michael Obert am 12. Juni in Berlin

Foto: Klaus Heymach

Er ist preisgekrönter Reporter, Buchautor, Filmemacher – und seit kurzem auch Lehrer: Michael Obert, vielfach ausgezeichnet für seine Texte und Filme aus und über Afrika, hat im Herbst 2016 die Reporter-Akademie Berlin gegründet. Über beide Felder seiner Arbeit wollen wir (wieder einmal) mit ihm sprechen und haben ihn daher zu einem jn-Hintergrundgespräch eingeladen.

Das Gespräch wird am Abend des 12. Juni in Berlin stattfinden – Details zu Ort und Zeit folgen so bald wie möglich. Anmeldungen per Mail nehmen wir trotzdem gerne schon jetzt entgegen.

journalists.network bei nr-Jahreskonferenz

Workshops am 10. Juni 2017 in Hamburg

Auf nach Hamburg: Wie schon in den vergangenen Jahren wird sich journalists.network auch in diesem Jahr wieder an der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche beteiligen. Am zweiten Veranstaltungstag, also am Samstag, 10. Juni, bieten wir zwei Workshops zum Recherchieren im Ausland an:

Beim ersten Workshop mit dem Titel „Recherchieren in unfreien Gesellschaften“ (15.15 – 16.15 Uhr) erzählen einige unserer Mitglieder aus ihrem Arbeitsalltag: Wie recherchiert man in Ländern, in denen die Presse – und Meinungsfreiheit nicht so ein hohes Gut ist? Welche Themen sind möglich, welche lieber nicht? Wie komme ich an „echte“ Informationen? Wie finde ich Gesprächspartner in Ländern, wo man nicht mal einfach per Facebook oder E-mail jemanden anfragen kann? Wie reise ich ein – mit Pressevisum oder Touristenvisum? Wie schütze ich meine Gesprächspartner? Anhand der Beispiele China (Lea Deuber), Iran (Theresa Tropper) und Kuba (Wiebke Keuneke) möchten wir diese Fragen gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern diskutieren. Moderiert wird der Workshop von unserem Vorstandsmitglied Grit Thümmel.

Der zweite Workshop hat den Titel „Einer für alle, alle für einen – Mit journalists.network im Ausland recherchieren„. Damit junge Journalisten fern von zu Hause arbeiten können, braucht es entweder Redaktionen, die Aufträge erteilen oder Organisationen, die Recherchereisen anbieten – so wie journalists.network. Damit wir das auch in den kommenden Jahren tun können, sind wir auf Ihre/Eure Expertise angewiesen: Lasst uns also gemeinsam nachdenken, wohin jn dringend Reisen organisieren sollte, mit welchen Themen und wer dabei helfen könnte (16.30 – 17.30).

Um an unseren Workshops teilzunehmen, muss man sich zur Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche anmelden. Sie findet im Konferenzzentrum des NDR Fernsehens in Hamburg statt (Hugh-Greene-Weg 1, 22529 Hamburg). Beide jn-Workshops finden am Samstagnachmittag direkt hintereinander statt (ab 15.15 Uhr) und zwar voraussichtlich in Raum S1. Laut den Veranstaltern kann sich der Raum aber auch noch kurzfristig ändern. Wer an unseren Workshops teilnehmen möchte, dem wären wir für eine kurze Info an mail@journalists-network.org sehr dankbar.

Wir würden uns sehr freuen, viele unserer (Hamburger) Mitglieder und Alumni zu sehen – und natürlich auch zahlreiche neue Gesichter. Bis bald in Hamburg!

Gemütliche Runde im Brauhaus

Stammtisch für Alumni und jn-Interessierte am 24. Mai in Köln

jn-Stammtisch Köln Januar 2016

Wie organisiert journalists.network seine Recherchereisen? Was steht als Nächstes an? Und wie erhöhe ich meine Chancen bei einer Bewerbung?

Diese Fragen werden beim nächsten Kölner jn-Stammtisch am 24. Mai um 19:30 Uhr Thema sein.

Jeder, der sich über den Verein informieren oder sich mit anderen Interessierten austauschen will, ist willkommen. Ihr müsst noch an keiner Reise teilgenommen haben. Aber auch Alumni sind willkommen. Von jn-Seite werden Nicolas Martin, Patrick Fina und Benedikt Schulz dabei sein. Weiterlesen …

Trumps Amerika – ein Land am Scheideweg

jn-Recherchereise nach Washington D.C., Detroit und Florida vom 11. bis 24. 8. 2017

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat die Vereinigten Staaten tief gespalten und nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern auch weite Teile Europas verunsichert. Ein halbes Jahr nach seiner Amtseinführung ist das Land auf der Suche nach seiner Identität: Kann Trump die Gräben, die der Wahlkampf aufriss, überbrücken?

journalists.network lädt ein zu einer zwölftägigen Recherchereise in die USA. In der Hauptstadt Washington wollen wir in Gesprächen mit Politikern und Wahlkampfhelfern, Lobbyisten, Autoren und Aktivisten den Blick der politischen USA auf sich selbst ausleuchten. Haben sich die Hoffnungen von Trumps Anhängern erfüllt, sich die Befürchtungen der Gegner bestätigt? Wie offen ist die Diskussion zwischen den Lagern – oder bevorzugen die Kämpfer von einst nun eher den Rückzug ins Private? Weiterlesen …

Mit neuem Elan in den Frühling

Klausur-Wochenende des jn-Vorstands mit Kind und Kegel

Nach langem Vorlauf haben wir es endlich geschafft: Im April hat der jn-Vorstand nahezu geschlossen ein Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern verbracht. In Welzin nahe der Ostsee haben wir ein Haus gefunden, um gemeinsam mit unseren Familien ein Wochenende mit Pläneschmieden, Grundsatzdiskussionen, neuen Plänen und gutem Essen zu verbringen. Insgesamt 20 Personen trudelten also nach und nach in unserem esoterisch angehauchten Kurzzeit-Zuhause ein. Weiterlesen …

Neu im Kuratorium: Patricia Schlesinger!

Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg unterstützt journalists.network

Bild: rbb/Thorsten Klapsch

Die Journalistin Patricia Schlesinger ist neue Kuratorin von journalists.network. Wir sind sehr froh, dass sich die Intendatin des rbb bereit erklärt hat, in unserem Aufsichts- und Beratungsgremium mitzuarbeiten und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!

Damit folgt Schlesinger auch in diesem Ehrenamt auf ihre Vorgängerin Dagmar Reim: Bis zur Aufgabe der rbb-Intendanz Mitte 2016 war Reim jn-Kuratorin , zog sich mit dem Eintritt in den Ruhestand aber auch bei uns zurück. Wir danken ihr sehr herzlich für die überaus freundliche und tatkräftige Begleitung in den vergangenen Jahren!

Zwischen Hoffnung und Frustration

jn-Recherchereise nach Israel und in die Palästinensergebiete vom 6. bis 13. 5. 2017

Foto: Anja Koch

Die Weltgemeinschaft diskutiert so kontrovers wie nie zuvor über israelische Siedlungen im Westjordanland und Donald Trump deutet eine Abkehr von der bisherigen Nahost-Politik der USA an – stehen Israel und die Palästinensergebiete vor einer Zeitenwende? Sicher ist jedenfalls: Die Region rückt wieder stärker in den Fokus der Weltöffentlichkeit, ein guter Zeitpunkt, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Weiterlesen …

New York, Athen und Mexiko

Workshops und Reise-Brainstorming beim Jahrestreffen 2017

Text: Max Kuball – Foto: Michael Stürzenhofecker

Ob es am Thema des Workshops lag? Oder an dem Termin am ersten Wochenende des Jahres? Jedenfalls sind fast 50 junge Journalisten – und damit so viele wie selten – unserer Einladung erfolgt und haben sich am 7. Januar zu unserem Jahrestreffen mit Workshops versammelt. In den Redaktionsräumen von ZEIT Online haben wir einen rundum gelungenen Tag verbracht. Weiterlesen …

Wahr und falsch zugleich

Recherchereise nach Indien im November/Dezember 2016

Text: Jenny Genzmer und Benedikt Schulz – Fotos: Lea Deuber

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Alles, was ihr über Indien schreibt, wird falsch sein… und gleichzeitig wahr. Ein Satz, der einen Journalisten beunruhigen kann. Als wir ihn zum ersten Mal auf unserer Reise hörten, waren wir schon über eine Woche gemeinsam im Land unterwegs. Und wir wussten: Es stimmt. Aber von vorne:

Unsere Reise beginnt in Berlin mit einem gemeinsamen Mittagessen mit dem indischen Botschafter Gurjit Singh. Auch er gibt uns einen schönen Satz mit auf den Weg: „Berichten Sie, was Sie sehen – nicht das, was Sie erwarten“. Weiterlesen …

Eine historische Chance

Recherchereise nach Kolumbien im November 2016

Text: Claudia Doyle

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Kolumbianische Friedensaktivisten campieren vor dem Kongressgebäude.

Über fünfzig Jahre Krieg, 220.000 Opfer, über fünf Millionen Vertriebene. Wer wünscht sich da nicht endlich Frieden? Jahrelang hat die kolumbianische Regierung mit den FARC-Rebellen darüber verhandelt, und in mühsamer Kleinarbeit ein Friedensabkommen aus der verbrannten Erde geformt. Doch als Präsident Santos das Volk an die Urnen rief, mehr symbolische Geste als Notwendigkeit, kam der Prozess ins Straucheln. 50,2 Prozent der Kolumbianer stimmten am 2. Oktober mit Nein, die Mehrheit stimmte gar nicht. Sie verhinderten den Friedensvertrag. Wir, 14 Journalisten aus Deutschland und der Schweiz, wollen herausfinden, warum. Und finden unglaublich viele Antworten. Weiterlesen …