jn trifft Omid Nouripour

Hintergrundgespräch am 15. Februar 2016 in Berlin

Omid Nouripour ist einer der profiliertesten Außenpolitiker im Deutschen Bundestag: Der Abgeordnete von Bündnis90/Die Grünen ist außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Mitglied des Auswärtigen sowie des Menschenrechts-Ausschusses. Daher freuen wir uns sehr, dass sich Nouripour Zeit nimmt für ein Hintergrundgespräch mit journalists.network! Angesichts der Vielzahl außenpolitischer Krisenherde wollen wir mit ihm etwa über die Lage in der Ukraine, das Verhältnis Deutschlands zu Saudi-Arabien oder internationale Initiativen für Syrien sprechen. Weiterlesen …

Einladung zum Jahrestreffen

Workshops und Austausch in Berlin

Am 13. Februar findet in Berlin wieder unser Jahrestreffen mit Workshops statt. Wir treffen uns ab 14 Uhr in den Räumen der Evangelischen Journalistenschule, Jebensstraße 3, ganz in der Nähe vom Bahnhof Berlin-Zoo. Dazu möchten wir alle Interessierten und Freunde des Netzwerks ganz herzlich einladen! Weiterlesen …

Gemütliche Runde im Brauhaus

Alumni und j.n-Interessierte beim 2. Stammtisch in Köln

Wie organisiert journalists.network seine Recherchereisen? Was steht als nächstes an? Und wie erhöhe ich meine Chancen bei einer Bewerbung? Das waren nur ein paar der Fragen, die beim zweiten Kölner j.n-Stammtisch am 20. Januar gestellt wurden. Weiterlesen …

Taiwan vor den Wahlen

Recherchereise nach Taiwan im November 2015

Text: Silke Weber – Foto: Antje Binder

Quelle_Antje_BinderTaiwan, eine Insel mit 23 Millionen Einwohnern, so groß wie Baden-Württemberg, muss man sich ein bisschen wie eine Mischung aus Japan und China vorstellen und ihre Bewohner wie die Schwaben Asiens. Vom 13. bis 24. November 2015 bereisten zehn Journalisten das kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes: die Hauptstadt Taipeh.

Am 16. Januar 2016 sind Wahlen in Taiwan und Wahlkampf in Taiwan ist auch ein riesiges popkulturelles Ereignis, da waren Besuche bei den größten Parteien, der Democratic Progressive Party (DPP) und der Kuomintang Party (KMT), oder einer Wahlkampfveranstaltung natürlich verpflichtend. Übrigens ist es sehr leicht, sich in ein politisches Gespräch mit Taiwanern zu verwickeln, denn das Land ist tief gespalten: in das blaue Lager der KMT und das grüne der DDP, die sich vor allem in der Frage der Beziehungen zu China unterscheiden. Weiterlesen …

Nachhaltigkeit und faire Löhne

Recherchereise nach Ghana im Oktober 2015

Text: Nadine Kreuzahler

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Foto: Florian Schweer

Ghana gilt als Vorzeige-Land West-Afrikas – anders als Nachbarländer wie die Elfenbeinküste oder Burkina Faso konnte Ghana die Armut im Land seit 2000 deutlich reduzieren, es gibt Fortschritte bei der Schulbildung und im Kampf gegen Aids. Aber wie sieht die Realität im Land aus?

Um das herauszufinden, sind wir vom 6. – 18. Oktober 2015 mit einer Gruppe von 12 Journalisten nach Ghana gereist – auf den Spuren der „Sustainable Development Goals“. Die Vereinten Nationen möchten damit bis 2030 Hunger und Armut überall auf der Welt beseitigen, allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser und kostenlose Grundschulbildung ermöglichen, umweltschonende Energien ausbauen und die Wirtschaft nachhaltig weiterentwickeln. Wir wollten wissen: Wie wirken sich Vereinbarungen und Proklamationen der Vereinten Nationen aus? Wo hakt es? Wo liegen die Schwierigkeiten, wo zeigen sich Missstände, wo sind aber auch Chancen und Erfolge zu erkennen? Weiterlesen …

Argentinien an der Schwelle einer neuen Zeit: Wer folgt auf die Kirchners?

Recherchereise nach Argentinien im Oktober 2015

Text: Juliane Ziegler – Fotos: Michael Stürzenhofecker

Argentinien - Macri

Wer folgt auf Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner in die Casa Rosada, den Präsidentenpalast? Daniel Scioli aus dem Kirchner-Lager oder der Oppositionskandidat Mauricio Macri? Ist ein Neuanfang für das von Korruption und Misswirtschaft geprägte Land möglich? Wie steht es um die Presse- und Meinungsfreiheit im zweitgrößten Staat Lateinamerikas, und wie werden faire Wahlen gewährleistet? Um diese Fragen ging es auf der Recherchereise nach Argentinien vom 2. bis 15. Oktober 2015. Weiterlesen …

20 Jahre journalists.network!

Workshoptag und Jubiläumsfeier in Berlin

Fotos: Michael Stürzenhofecker

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Es war ein weiter Weg: Als sich Hamburger Jungredakteure im Jahr 1995 zusammenschlossen, um gemeinsam eine erste Recherchereisen in den Nahen Osten zu organisieren, hätten sie wohl kaum geglaubt, wie langlebig ihre Idee sein sollte. Aber aus dem lokalen Idee wurde ein bundesweiter Verein und aus einer Israel-Reise wurden über 70 Recherchereisen in nahezu alle Regionen dieses Planeten. Anlass genug, den 20. Geburtstag von journalists.network e.V. gebührend zu feiern!

Der Fest-Tag am 19. September im Berliner Betahaus begann mit drei Workshops zum Auslands-Journalismus: Zu Beginn gaben Katharina Finke und Raniah Salloum einige ihrer besten Tipps rund ums Recherchieren im Ausland preis. Die freie Journalistin Finke plant ihre Projekte dabei oft sehr langfristig, während Salloum für Spiegel Online oftmals innerhalb eines Tages aufbrechen muss. So ergaben sich vielfältige Perspektiven und ganz praktische Tipps: Von der Visa-Beschaffung über den Impfschutz und die Packliste bis hin zu einer Alarmkette für den Notfall. Auch das Tragen von Schlafanzügen in der Öffentlichkeit wird sicher in der Zukunft auf mehr Verständnis stoßen… Weiterlesen …

Türkei: „Es geht um alles bei dieser Wahl“

Hintergrundgespräch mit Cem Sey am 2. Juni 2015 in Berlin

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Foto: Klaus Heymach

Am 7. Juni wurde in der Türkei gewählt und dabei stand viel auf dem Spiel: Würde die regierende AKP ihre absolute Mehrheit behaupten können? Würde Präsident Erdogan anschließend das angekündigte Präsidialsystem einführen können? Oder kommt die Kurden-Partei HDP über die Zehn-Prozent-Hürde und verhindert Erdogans Machtfestigung?

Diese und viele weitere Aspekte waren Thema beim jn-Hintergrundgespräch zu den türkischen Parlamentswahlen am 2. Juni in Berlin. Mitten in Kreuzberg und dank gutem Wetter sogar draußen schilderte uns Cem Sey, deutsch-türkischer Journalist und jn-Mitglied, seine Sicht auf die aktuellen Vorgänge in der Türkei.

Eindringlich warnte Sey vor den Plänen Erdogans, ein Präsidialsystem einführen zu wollen. Darin hätten Parteien nur noch beratende Funktion, der Präsident bestimme dann hingegen alles, von der Person des Ministerpräsidenten bis zur Parlamentsauflösung. Sey, der lange in Kabul gelebt hat, zog daher das Fazit: „Das Präsidialsystem in Afghanistan ist demokratischer als das, was Erdogan vorgeschlagen hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf dem Annäherungsprozess der Türkei an die EU. Natürlich sei es um einen möglichen EU-Beitritt der Türkei in den letzten Jahren sehr still geworden, die Reformen ins Stocken geraten, so Sey. Und doch gingen die Verhandlungen zwischen Ankara und Brüssel im Stillen weiter. Und auch die Reformen, die bisher in den Verhandlungen erreicht wurden, hätten bereits vieles bewirkt: „Die Gezi-Bewegung hätte nicht stattfinden können ohne europäische Reformen.“

Außerdem werde die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft ganz neuen Schwung bekommen, sollte Erdogans AKP die absolute Mehrheit verpassen: „Wenn wir keinen Bürgerkrieg kriegen, dann kriegt der EU-Beitritt eine ganz neue Perspektive“, prophezeite Sey, der hauptsächlich für CNN Türk arbeitet.

„Zuhören, was die Afghanen wollen“

Gespräch mit Adrienne Woltersdorf und Cem Sey am 6. Mai 2015 in Berlin

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Fotos: Max Kuball

Die Internationalen Truppen (ISAF) sind zum Jahreswechsel aus Afghanistan abgezogen, auch Deutschland hat seine Soldaten vom Hindukusch zurückbeordert – aber manches ist in Afghanistan geblieben: Vor allem die Probleme, die der 2001 als internationale Anti-Terror-Mission begonnene Militär-Einsatz längst gelöst haben wollte. Oder muss es sogar heißen: Nach 13 Jahren gelöst haben SOLLTE?

Das war eine der großen Fragen im Hintergrundgespräch mit Adrienne Woltersdorf und Cem Sey am 6. Mai in Berlin. Das Journalisten-Paar ist erst im März nach drei Jahren Leben und Arbeiten in und aus Afghanistan nach Deutschland zurückgekehrt. Weiterlesen …

Myanmars Wandel oder: Die Suche nach der Freiheit

Recherchereise nach Myanmar im Februar 2015

Text: Nina Belz & Sarah Judith Hofmann – Fotos: Sarah Judith Hofmann

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Bis vor fünf Jahren eine abgeschottete, international geächtete Militärdiktatur, ist Myanmar inzwischen bei Investoren und Touristen kein Geheimtipp mehr. Die Dynamik im Land ist fast mit bloßem Auge sichtbar. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine neue Lizenz für irgendein Geschäftsfeld vergeben wird, ein neues Produkt auftaucht oder ein Infrastrukturprojekt an Fahrt gewinnt. Aber was hat sich für die Menschen wirklich verändert, seit die Militärregierung 2010 ihre Uniform gegen zivile Kleider tauschte? Ist das Land bereit für die Wahlen, die Präsident Thein Sein für Ende 2015 angekündigt hat? Diese Fragen hat eine jn-Gruppe im Februar 2015 recherchiert. Weiterlesen …