Trumps Amerika – ein Land am Scheideweg

jn-Recherchereise nach Washington D.C., Detroit und Florida vom 11. bis 24. 8. 2017

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat die Vereinigten Staaten tief gespalten und nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern auch weite Teile Europas verunsichert. Ein halbes Jahr nach seiner Amtseinführung ist das Land auf der Suche nach seiner Identität: Kann Trump die Gräben, die der Wahlkampf aufriss, überbrücken?

journalists.network lädt ein zu einer zwölftägigen Recherchereise in die USA. In der Hauptstadt Washington wollen wir in Gesprächen mit Politikern und Wahlkampfhelfern, Lobbyisten, Autoren und Aktivisten den Blick der politischen USA auf sich selbst ausleuchten. Haben sich die Hoffnungen von Trumps Anhängern erfüllt, sich die Befürchtungen der Gegner bestätigt? Wie offen ist die Diskussion zwischen den Lagern – oder bevorzugen die Kämpfer von einst nun eher den Rückzug ins Private?

Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers traf die USA vor fast zehn Jahren schwer, auch außerhalb des Finanzsektors. Deshalb fahren wir nach Detroit, um herauszufinden, wie sich der Wandel im Herzen des „Rostgürtels“ gestaltet. Hier war das Rennen um das Präsidentenamt besonders knapp. Zudem gehen wir der Frage nach, welche Chancen der Standort USA deutschen Unternehmen noch bietet, etwa mit Blick auf neue Formen der Energiegewinnung wie Fracking. Wie blicken die deutsche und die US-amerikanische Wirtschaft auf die Diskussion um Freihandel und Protektionismus?

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Themenfeld Migration. Die USA waren immer ein Einwanderungsland, aber unter dem neuen Präsidenten könnte sich eine drastische Wende vollziehen. In Florida wollen wir exemplarisch erkunden, wie Zuwanderung und Integration in Trumps Amerika gelebt werden. Besuche in muslimischen Gemeinden und lateinamerikanisch geprägten Nachbarschaften sollen darüber Aufschluss geben.

An der Recherchereise können neun Journalistinnen und Journalisten teilnehmen, die nicht älter als 39 Jahre sind. Wer von einer Redaktion geschickt wird, zahlt 900 Euro; Selbstzahler 800 Euro, Volontäre und Journalistenschüler zahlen 700 Euro. In den Kosten enthalten sind Flüge, gemeinsames Programm inklusive Transport sowie Unterkunft im Doppelzimmer und teilweise bei US-Journalisten. Nicht enthalten sind die Kosten für das erforderliche Journalistenvisum. Die weiteren Bedingungen für die Teilnahme an der Reise – auch was den Versicherungsschutz angeht – finden sich hier.

Die Bewerbung ist bis zum 27. Mai 2017 per E-Mail an usa@journalists-network.org zu richten. Sie besteht aus einem Lebenslauf, bis zu drei Arbeitsproben (bei TV und Hörfunk reichen Manuskripte) sowie einem kurzen Motivationsschreiben, aus dem auch hervorgeht, wo und in welcher Form die Rechercheergebnisse anschließend veröffentlicht werden sollen. Eine Bestätigung erhalten die Teilnehmer unmittelbar nach Ende der Bewerbungsfrist.

Die Reise wird von Peter Neitzsch (freier Journalist), Miriam Olbrisch (Der SPIEGEL) und Roland Peters (n-tv.de) organisiert und begleitet und findet in Kooperation mit dem Journalistennetzwerk Hostwriter statt. Gefördert wird sie von Continental, Henkel, Bayer, Hochtief sowie der August Schwingenstein Stiftung.

Fragen zur Reise beantworten die Organisatorinnen unter usa@journalists-network.org. Weitere Informationen finden sich auch auf Twitter und Facebook.