Korruption, Rezession – Olympia: Kann Brasilien noch gewinnen?

Recherchereise nach Rio de Janeiro und São Paulo vom 30. April bis 12. Mai 2016

Rio Seilbahn

Foto: Pauline Tillmann

Als Brasilien im Oktober 2009 den Zuschlag für die Olympischen Spiele bekam, galt das Land als kommender Global Player mit solidem Wirtschaftswachstum und stabiler Politik. Der damalige Präsident Lula da Silva versprach unvergessliche Sommerspiele. Am 5. August soll es nun losgehen, doch anstelle positiver Botschaften hagelt es Negativschlagzeilen: Hunderttausende protestieren gegen Korruption und demonstrieren für die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff, deren Zustimmung nur noch bei zehn Prozent liegt. Das Land versinkt immer tiefer in der Wirtschaftskrise. Das Zika-Virus, das schwere Fehlbildungen bei Neugeborenen auslösen soll, breitet sich aus. Und Lula da Silva könnte bald wegen Korruptionsverdachts selbst auf der Anklagebank sitzen. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt also für Brasilien, um Olympische Spiele auszutragen? Wer kann durch die Spiele gewinnen und wer steht schon jetzt als Verlierer fest? Weiterlesen …

Neu: Stammtisch in München

Treffen am 16. März in der Loretta-Bar

Im März geht unser dritter Stammtisch an den Start: Wir freuen uns sehr, dass nach Berlin und Köln nun auch München einen Treffpunkt für jn-Mitglieder, -Alumni und natürlich alle am Verein Interessierten bekommt! Wer schon immer mal wissen wollte, was für Veranstaltungen wir machen, wie man sich für unsere Reisen bewirbt und wie man sich bei uns engagieren kann – hier erfährt man’s aus erster Hand. Und wer uns schon kennt, kann hier die Kollegen früherer Reisen wiedertreffen und neue Kontakte knüpfen… Weiterlesen …

Die ganze Welt in 90 Minuten

Hintergrundgespräch mit Omid Nouripour am 15. Februar 2016 in Berlin

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Gerade zurückgekehrt von der Münchener Sicherheitskonferenz hat sich der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, mit journalists.network zum Hintergrundgespräch getroffen. In den Räumen der Evangelischen Journalistenschule in Berlin stellte sich Nouripour eineinhalb Stunden lang allen Fragen der etwa 25 Teilnehmer – Fragen, die in etwa so viele Themenfelder abdeckten wie die Sicherheitskonferenz.

Nouripour betonte, wie wichtig und schwierig gerade in diesen Zeiten hintergründige Berichterstattung sei; zugleich betonte er aber auch, dass er sich zum Beispiel aus Krisengebieten über Social Media informiert. Auch würden humanitäre Katastrophen wie im Jemen in den klassischen Medien kaum stattfinden – auch, weil sich leider nur wenige Leser, Hörer und Zuschauer dafür interessierten. Weiterlesen …

Syrien, Exposés und gute Drinks

Mitgliederversammlung und Jahrestreffen am 13. Februar 2016 in Berlin

Text: Anna Corves – Foto: Michael Stürzenhofecker

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Wie berichten deutsche Medien über den Krieg in Syrien, über Flüchtlingspolitik? Woher können westliche Journalisten Informationen beziehen? Und wie wirkt das Ergebnis, die publizierte Auslandsberichterstattung, auf jene, die sie persönlich betrifft und die sie zugleich als Fachkollegen bewerten können? Eine Podiumsdiskussion mit fünf Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, die nach Deutschland geflohen sind, bildete den Auftakt des Jahrestreffens von journalists.network am 13. Februar 2016 in Berlin. Der Workshop bot so eine spannende Außen- und zugleich Innenansicht auf den Umgang der Medien mit der komplexen politischen Lage im Nahen Osten – und vermittelte einen Eindruck von der Arbeit von Journalisten in Syrien. Das stieß auf großes Interesse seitens der deutschen Workshop-Teilnehmer am Jahrestreffen: Der Workshop hätte also durchaus eine Verlängerung verdient gehabt, doch die Uhr tickte… Weiterlesen …

jn trifft Omid Nouripour

Hintergrundgespräch am 15. Februar 2016 in Berlin

Omid Nouripour ist einer der profiliertesten Außenpolitiker im Deutschen Bundestag: Der Abgeordnete von Bündnis90/Die Grünen ist außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Mitglied des Auswärtigen sowie des Menschenrechts-Ausschusses. Daher freuen wir uns sehr, dass sich Nouripour Zeit nimmt für ein Hintergrundgespräch mit journalists.network! Angesichts der Vielzahl außenpolitischer Krisenherde wollen wir mit ihm etwa über die Lage in der Ukraine, das Verhältnis Deutschlands zu Saudi-Arabien oder internationale Initiativen für Syrien sprechen. Weiterlesen …

Einladung zum Jahrestreffen

Workshops und Austausch in Berlin

Am 13. Februar findet in Berlin wieder unser Jahrestreffen mit Workshops statt. Wir treffen uns ab 14 Uhr in den Räumen der Evangelischen Journalistenschule, Jebensstraße 3, ganz in der Nähe vom Bahnhof Berlin-Zoo. Dazu möchten wir alle Interessierten und Freunde des Netzwerks ganz herzlich einladen! Weiterlesen …

Gemütliche Runde im Brauhaus

Alumni und jn-Interessierte beim 2. Stammtisch in Köln

Wie organisiert journalists.network seine Recherchereisen? Was steht als nächstes an? Und wie erhöhe ich meine Chancen bei einer Bewerbung? Das waren nur ein paar der Fragen, die beim zweiten Kölner jn-Stammtisch am 20. Januar gestellt wurden. Weiterlesen …

Wahlen im Schatten des großen Bruders

Recherchereise nach Taiwan im November 2015

Text: Silke Weber – Foto: Antje Binder

Quelle_Antje_BinderTaiwan, eine Insel mit 23 Millionen Einwohnern, so groß wie Baden-Württemberg, muss man sich ein bisschen wie eine Mischung aus Japan und China vorstellen und ihre Bewohner wie die Schwaben Asiens. Vom 13. bis 24. November 2015 bereisten zehn Journalisten das kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes: die Hauptstadt Taipeh.

Am 16. Januar 2016 sind Wahlen in Taiwan und Wahlkampf in Taiwan ist auch ein riesiges popkulturelles Ereignis, da waren Besuche bei den größten Parteien, der Democratic Progressive Party (DPP) und der Kuomintang Party (KMT), oder einer Wahlkampfveranstaltung natürlich verpflichtend. Übrigens ist es sehr leicht, sich in ein politisches Gespräch mit Taiwanern zu verwickeln, denn das Land ist tief gespalten: in das blaue Lager der KMT und das grüne der DDP, die sich vor allem in der Frage der Beziehungen zu China unterscheiden. Weiterlesen …

Nachhaltigkeit und faire Löhne

Recherchereise nach Ghana im Oktober 2015

Text: Nadine Kreuzahler

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Foto: Florian Schweer

Ghana gilt als Vorzeige-Land West-Afrikas – anders als Nachbarländer wie die Elfenbeinküste oder Burkina Faso konnte Ghana die Armut im Land seit 2000 deutlich reduzieren, es gibt Fortschritte bei der Schulbildung und im Kampf gegen Aids. Aber wie sieht die Realität im Land aus?

Um das herauszufinden, sind wir vom 6. – 18. Oktober 2015 mit einer Gruppe von 12 Journalisten nach Ghana gereist – auf den Spuren der „Sustainable Development Goals“. Die Vereinten Nationen möchten damit bis 2030 Hunger und Armut überall auf der Welt beseitigen, allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser und kostenlose Grundschulbildung ermöglichen, umweltschonende Energien ausbauen und die Wirtschaft nachhaltig weiterentwickeln. Wir wollten wissen: Wie wirken sich Vereinbarungen und Proklamationen der Vereinten Nationen aus? Wo hakt es? Wo liegen die Schwierigkeiten, wo zeigen sich Missstände, wo sind aber auch Chancen und Erfolge zu erkennen? Weiterlesen …

An der Schwelle einer neuen Zeit: Wer folgt auf die Kirchners?

Recherchereise nach Argentinien im Oktober 2015

Text: Juliane Ziegler – Fotos: Michael Stürzenhofecker

Argentinien - Macri

Wer folgt auf Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner in die Casa Rosada, den Präsidentenpalast? Daniel Scioli aus dem Kirchner-Lager oder der Oppositionskandidat Mauricio Macri? Ist ein Neuanfang für das von Korruption und Misswirtschaft geprägte Land möglich? Wie steht es um die Presse- und Meinungsfreiheit im zweitgrößten Staat Lateinamerikas, und wie werden faire Wahlen gewährleistet? Um diese Fragen ging es auf der Recherchereise nach Argentinien vom 2. bis 15. Oktober 2015. Weiterlesen …