Korri-Crashkurs und neue Reisen 

Workshop und Reise-Brainstorming beim Jahrestreffen 2018 

Nichts ist so gut, wie am Anfang des Jahres neue Abenteuer zu planen. So folgten auch fast 60 Teilnehmer unserem Aufruf, am 6. Januar an unserem Jahrestreffen teilzunehmen. Dort ging es nicht nur um den Einstieg in den Auslandsjournalismus, sondern vor allem auch um neue Reisen, die wir für 2018 planen.

Aber von vorne: Los ging es am Vormittag mit einer Sitzung des Vereinsvorstandes, an die sich die offizielle Versammlung der Vereinsmitglieder anschloss. Vereinsmitglied ist, wer einmal eine Reise organisiert hat oder sich anderweitig besonders für jn eingesetzt hat. Gemeinsam sprachen wir über ein paar grundlegende Fragen zur Vereinsarbeit, den vergangenen sowie zukünftigen Reisen sowie über neue Projekte 2018.

Richtig eng wurde es danach um 14:30 Uhr, als der erste Workshop anstand. Wir hatten mit Mareike Enghusen und Felix Lill zwei erfahrene Auslandskorrespondenten eingeladen, die den Teilnehmern eine kleine Anleitung für die Arbeit als freie Korrespondenten geben sollten. In einem zweistündigen Workshop sprachen die beiden über alle Aspekte der Korri-Arbeit – von A wie „Arbeit mit Fixern, Fahrern, Übersetzern“ über Honorarhöhen und Sicherheitsfragen bis Z wie „Zusammenarbeit mit der Redaktion“.

Mareike berichtet als freie Auslandsreporterin über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Nahen Osten, vor allem aus Israel, Jordanien, Ägypten und den palästinensischen Gebieten. Sie erzählte uns exklusiv, wie man sich in einem Land durchschlägt, in dem es mehr Korrespondenten pro Einwohner gibt als in jedem anderen Ort. Wie man sich als Frau in muslimisch-geprägten Ländern verhält und wieso sie es nie bereut hat, als Freie ins Ausland zu gehen.

Felix Lill ist Journalist und Autor. Er arbeitet seit über zehn Jahren als Korrespondent aus mehr als 40 Ländern. Darunter seit Ende 2012 aus Japan und Ostasien. Er verriet den Teilnehmern, wie man neue Kontakte in Redaktionen akquiriert, wieso sich die Kooperation mit Kollegen vor Ort lohnen kann und berichtete von seinen Reisen in die Region um das japanische Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, in dem sich 2011 der Atomunfall ereignete.

In einem zweiten Workshop ging es dann um neue Reise-Projekte 2018. Wie bereits in den vergangenen Jahren teilten wir uns in kleinere, nach Kontinenten sortierte Gruppen auf. Die nächsten 90 Minuten lang wurde dann über neue Projekte diskutiert. Wir hoffen, dass sich möglichst viele Ideen tatsächlich 2018 und 2019 in Reisen umwandeln werden – wir waren auf jeden Fall von den vielen Ideen und dem Engagement der Teilnehmer begeistert. Wir halten Euch auf dem Laufenden, was daraus wird.

Den Abschluss des erfolgreichen Tages verbrachten wir dann in der „Stadtklause“. Wie bereits im Jahr zuvor waren es mehr Journalisten als Stühle. Aber alle bekamen ein Bier. Herzlichen Dank an alle Mitglieder, Alumni und Gäste für die Teilnahme sowie an ZEIT ONLINE für die Gastfreundschaft!

Text: Lea Deuber – Foto: Michael Stürzenhofecker