Ist die differenzierte Auslandsberichterstattung bedroht?

Podiumsdiskussion am 31. August beim Campfire Festival in Düsseldorf

Guter Auslandsjournalismus ist das Tor zur Welt. Was passiert in fernen Regionen und was bedeutet das für mein eigenes Leben? In einer Welt, in der globale Zusammenhänge – Stichwort: Klimawandel – immer bedeutender werden, ist es wichtig, zu verstehen, was auf der Welt passiert. Für den differenzierten Blick in die Ferne braucht man gute Journalistinnen und Journalisten. Und doch ist dieser differenzierte Blick mehr denn je bedroht. Denn viele Redaktionen sind immer weniger gewillt, in Auslandsrecherche zu investieren – oft weil ihnen in der sich verändernden Medienlandschaft das Geld dazu fehlt. Eine Lücke, die zunehmend von privaten Geldgebern gefüllt wird: Indirekt durch die Finanzierung von Journalismus-Stipendien, aber oft auch ganz direkt, etwa wenn Stiftungen selbst Recherchereisen organisieren. Ist das eine Gefahr für einen differenzierten Auslandsjournalismus – oder dessen Rettung?

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Neu im Kuratorium: Eric Gujer

NZZ-Chefredaktor unterstützt journalists.network

Der Schweizer Journalist Eric Gujer ist neues Mitglied im Kuratorium von journalists.network e.V. Wir sind sehr froh, dass sich der Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung bereit erklärt hat, in unserem Aufsichts- und Beratungsgremium mitzuarbeiten und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!

Gujer ist journalists.network bereits seit den späten Neunziger Jahren verbunden: So nahm er während seiner Zeit als Deutschland-Korrespondent (1998 – 2008) in Berlin regelmäßig an jn-Hintergrundgesprächen teil. Nach dieser und weiteren Korri-Stationen übernahm er im Jahr 2013 die Leitung des Auslandressorts der NZZ, bevor er im März 2015 die Chefredaktion übernahm.

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Brexit-Turbulenzen, hautnah

Recherchereise ins Vereinigte Königreich im März 2019

Text & Fotos: Daphne Flieger

Die Europa-Fahne im Anschlag: Unsere Brexit-Reisegruppe in London

„Brexit-Drama“ – „Der nächste Akt in einer Tragödie“ – „Die spinnen, die Briten“: Medienmacher finden dramatische Formulierungen, wenn sie den Austritt Großbritanniens in Schlagzeilen packen. Doch wie sehen es die Briten selbst? Wir sind nach Nordirland und London geflogen, um auf die Frage eine Antwort zu finden.

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Recherche-Tipps und Biere aus aller Welt

Workshops bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche

Text & Fotos: Max Kuball

Das Gewitter war gerade abgezogen und die beiden Referenten waren auch da: So konnte unser Programm bei der diesjährigen Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche zum Glück doch noch rechtzeitig starten – just in time. Im ersten Workshop erzählten Jasper Steinlein und Benedikt Schulz vom „Smartphone in der Hand und Mikrofon unter der Bettdecke“.

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Workshops bei Netzwerk Recherche

Arbeiten von unterwegs und neue Reiseprojekte mit journalists.network

Wie in den vergangenen Jahren sind wir im Juni auch wieder mit Workshops zum Thema Auslandsrecherche auf der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche vertreten. Themen sind die Recherche und Produktion von Beiträgen unterwegs sowie ein Speed-Dating für neue Reiseprojekte, die wir in den kommenden Monaten planen.

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India – what’s next?

jn-Hintergrundgespräch mit Jürgen Webermann am 6. Juni 2019 in Hamburg

900 Millionen Wähler, sechs Wochen Zeit – Indien, die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt, wählt ein neues Unterhaus im Parlament. Der jetzige indische Premierminister Modi hatte die Wahl 2014 als Spitzenkandidat der hindu-nationalistischen Partei BJP gewonnen. Umfragen zufolge hat er gute Chancen auf eine zweite Amtszeit. Was bedeutet die Wahl für Indien? Wie geht es weiter in dem Land? Und wie ist die Arbeitsweise von deutschen Korrespondenten in Indien und der Region Südasien?

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Von Hirschhasen, neuen Reisen und der Waffenlobby

Die jn-Vorstandsklausur vom 10. bis 12. Mai 2019 in Werder

Text: Anna Corves – Foto: Jens Tönnesmann

Wie können wir unser Alumni-Netzwerk noch stärker aktivieren? Welche (internationalen) Kooperationen könnten jn inhaltlich voranbringen? Welche neuen Fördertöpfe machen für unsere Recherchereisen Sinn?

Für solche strategische Fragen fehlt bei den regelmäßigen Telefonrunden des Vereinsvorstands die Zeit, da geht’s um die laufenden Projekte. Darum trifft sich der Vorstand einmal im Jahr zum Klausur-Wochenende. Diesmal in Werder bei Potsdam, in einem urigen Häuschen im Grünen mit dem preiswürdigen Namen ‚Chalet Hirschhase‘.

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Mit der Urne im Gepäck

Hintergrundgespräch mit Botschafterin M. Dutta Tomar am 27. März in Berlin

Foto: Embassy of India

Zugegeben, als der Vorschlag der Botschaft kam, waren wir zunächst skeptisch: Ob Mittwochmittag um 12 wirklich genug Teilnehmer für ein Hintergrundgespräch zusammenkommen würden? Aber es hat geklappt, und wie: Gemeinsam mit dem Deutsch-Indischen Mediennetzwerk, der Alumniorganisation des Medienbotschafter-Programms der Bosch-Stiftung, kamen dreizehn Teilnehmer zusammen, die sich mit Botschafterin Mukta Dutta Tomar über die anstehenden Parlamentswahlen in Indien unterhielten. Das Treffen diente zugleich als (offenes) Vorbereitungstreffen für unsere anstehende Recherchereise nach Indien und Nepal.

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„Unter den Linden“ – aber an der Elbe

Stammtisch in Hamburg am 10. April

Nach München, Köln und Berlin bekommt auch Hamburg nun endlich wieder einen jn-Stammtisch! Am 10. April treffen sich alte Reisegenossen und interessierte Neulinge ab 19 Uhr im Café „Unter den Linden“, Juliusstraße 16 in der Schanze.

Wir wollen einen Blick auf unsere aktuellen Projekte werfen, welche Recherchereisen in diesem und nächsten Jahr so zu erwarten sind und wie man daran teilnehmen kann. Und wer das alles schon weiß, kann ja immerhin mal wieder mit uns anstoßen und neue Ideen ventilieren. Wir freuen uns also auf viele bekannte und auf viele neue Gesichter!

Damit wir besser planen können, würden wir uns über eine kurze Nachricht an mail@journalists-network.org sehr freuen – vielen Dank!

900 Millionen Menschen, 38 Tage: Vor der Mammutwahl in Indien

Hintergrundgespräch mit Botschafterin Mukta Dutta Tomar am 27. März in Berlin

Foto: Jürgen Webermann

Etwa 900 Millionen Menschen in Indien sind in den kommenden Wochen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen – die nach Wählerzahl größte demokratische Abstimmung der Welt. Die Wahl zur neuen Lok Sabha, dem Unterhaus des indischen Parlaments, soll zwischen dem 11. April 2019 und dem 19. Mai 2019 an insgesamt 7 Tagen stattfinden.

Im Vorfeld der Wahl haben wir uns mit der Botschafterin Indiens in Deutschland, Mukta Dutta Tomar, zu einem jn-Hintergrundgespräch verabredet. Denn während der Vorsprung der BJP von Ministerpräsident Modi noch vor einigen Monaten uneinholbar erschien, scheint die anstehende Wahl nach einigen Wahlniederlagen der Regierungskoalition in den Bundesstaaten nun doch überraschend spannend zu werden. Muss Modi also um seine Wiederwahl zittern? Stimmt Modis Eigen-Bilanz, nach der seine Regierung in 55 Monaten mehr umgesetzt habe als die Kongresspartei in 55 Jahren Herrschaft? Und was sind die wichtigsten Themen im indischen Wahlkampf?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir – im Vorfeld der jn-Recherchereise nach Indien und Nepal – mit Botschafterin Dutta Tomar besprechen. Das Hintergrundgespräch findet statt am 27. März 2019 um 12 Uhr in der indischen Botschaft (Tiergartenstr. 17, 10785 Berlin). Wir bitten um eine schriftliche Anmeldung bis zum 21. März.