Bericht aus China: Alltag als Auslandskorrespondent*in
Webtalk mit Korrespondent*innen vor Ort in Peking und Shanghai
Kaum ein Land spielt in Berichterstattung und Politikanalysen deutscher Medien eine so große Rolle wie China. Doch dabei geht es häufig nicht um Entwicklungen in der Volksrepublik, sondern deren Konsequenzen für Deutschland. Welche Themen gehen dabei unter? Was passiert vor Ort, für das es keinen Platz im Print gibt? Und wie gelingt es, trotz weitreichender Repression über Geschichten und Perspektiven aus der chinesischen Gesellschaft zu berichten?
journalists.network veranstaltet 2. Fachtagung zum Auslandsjournalismus am 9./10. Oktober 2026 in München
Der Auslandsjournalismus steht unter Druck. Redaktionen sparen an internationalen Recherchen, Auslandsbüros werden verkleinert und feste Stellen abgebaut. Gleichzeitig wächst der Bedarf an fundierter Einordnung internationaler Krisen und globaler Entwicklungen. Beim 2. Tag des Auslandsjournalismus kommen am 9. und 10. Oktober 2026 im Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung in München Korrespondent:innen, Mitarbeitende aus Außenpolitikressorts und journalistischer Nachwuchs zusammen, um über die Zukunft des Auslandsjournalismus zu diskutieren.
Ein Land unter Druck: Georgien am Scheideweg zwischen Europa und Russland
Recherchereise nach Georgien im November 2025
Von Tim Schellenbach und Moritz Kudermann
Die Flagge der EU sieht man nicht nur auf den Demonstrationen, sondern überall in Tiflis (Foto: Johann Stephanowitz)
Tbilisi empfängt uns an diesem Freitagmittag mit seiner ganzen Pracht: Die Sonne strahlt, und bei angenehmen 18 Grad brechen wir auf in Richtung Stadtzentrum. Ein Snack beim Bäcker auf die Hand, schnell noch einen Kaffee in der Sonne getrunken, und schon geht es weiter – der Start einer ganz normalen Reise. Doch wer aufmerksam durch Tbilisi läuft, merkt schnell: Irgendetwas hier ist anders. Da sind etwa die bemalten Hauswände, die abwechselnd die Flagge von Georgien, der EU, der NATO oder der Ukraine zeigen – geziert mit der Aufschrift „FUCK PUTIN“ oder „FUCK RUZZIA“. Oder die Kameras, die uns auf der Rustaveli Avenue, einer der Hauptstraßen der Stadt, auf Schritt und Tritt aufzeichnen.
Recherchereise nach Äthiopien im November/Dezember 2025
Von Gian-Luca Delbach, Clara Gehrunger und Amélie Günther
Addis Abeba verändert sich so rasant wie wohl keine andere Stadt in Afrika (Foto: Julian Hilgers)
Dass man sich mit Ende 20 oder Anfang 30 noch einmal wie vor dem Beginn eines neuen Schuljahres fühlen kann, ist etwas, mit dem wir am Frankfurter Flughafen nicht unbedingt gerechnet haben. Aber genau dieses Gefühl kommt auf, als unsere Gruppe von zwölf Journalist*innen erstmals in der realen Welt aufeinander trifft und die ersten verhaltenen „Hi ich bin XYZ” ausgetauscht sind.
Brasilien vor der COP30: Soziale Bewegungen und Klimagerechtigkeit
Recherchereise nach Brasilien im Oktober 2025
VonTimur Gökce, Melissa Erhardt und Kyra Hertel
Die Millionenstadt Belém im Amazonasgebiet war Gastgeber der Weltklimakonferenz COP30 (Peter Neitzsch)
Zwölf Tage lang sind wir im größten Land Südamerikas unterwegs, auf der Suche nach Themen, Geschichten und Menschen. Unser Anlass: Die COP30, die UN-Weltklimakonferenz in Belém. Dabei berichten wir nicht von der COP30 selbst, sondern über das, was die Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik und Privatwirtschaft im Vorfeld der Konferenz bewegt. Notizen aus Brasilien.
Am 10. Januar 2026 laden wir zu unserem Jahrestreffen mit Workshops ein – wie gewohnt findet es erneut in Berlin statt. Die kostenlosen Workshops beginnen am Samstag, den 10. Januar 2026, um 14 Uhr in den Räumen des Bosch International Alumni Centers (Linienstraße 65a).
Einladung zur jn-Recherchereise nach Georgien vom 6. bis 16. November 2025
Pro-europäische Proteste in Tiflis (Foto: Ramaz Bluashvili)
Vor einem Jahr erschütterten massive Proteste gegen Wahlfälschungen und die Regierungspartei „Georgischer Traum“ die georgische Gesellschaft. Trotzdem ist für viele junge Georgier:innen der Wunsch nach einem klaren europäischen Kurs so groß wie nie zuvor. Zugleich ist das Land von tiefen politischen und gesellschaftlichen Spannungen geprägt.
Mit unserer rund zehntägigen Recherchereise möchten wir diese Widersprüche sichtbar machen und mit zentralen Akteur:innen ins Gespräch kommen.
Äthiopien zählt zu den spannendsten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent: Als einziges Land wurde es nie kolonisiert, es ist der größte Binnenstaat der Welt und Äthiopiens Wirtschaft verzeichnet eine der stärksten Wachstumsraten auf dem Kontinent. Dazu hat die Afrikanische Union ihren Sitz in der Hauptstadt Addis Abeba. Äthiopien spielt also für die Stabilität am Horn in Afrika und auf dem ganzen Kontinent eine wichtige Rolle. 2026 stehen in Äthiopien Wahlen an. Im Vorfeld lädt journalists.network e.V. neun junge Journalist*innen zu einer zweiwöchigen Recherchereise durch Äthiopien ein.
Brasilien vor der COP 30: Soziale Bewegungen und Klimagerechtigkeit
Einladung zur jn-Recherchereise nach Brasilien vom 07. bis 21. Oktober 2025
São Paulo – das wirtschaftliche Zentrum Brasiliens (Foto: Oliver Noffke)
Anfang November 2025 findet die UN-Klimakonferenz COP 30 im brasilianischen Belém statt. Im Vorfeld lädt journalists.network e.V. etwa zehn junge Journalist*innen zu einer zweiwöchigen Recherchereise durch Brasilien ein. Die wirtschaftliche Transformation des größten Landes Südamerikas und seine außergewöhnliche Rolle in der internationalen Klimapolitik stehen dabei im Vordergrund.