Südkorea – Chips, Start-ups und Brückenbauer

Einladung zur jn-Recherchereise vom 21. Oktober bis zum 1. November 2026

Foto: Felix Lill
Foto: Felix Lill

Südkorea gilt als Hightech-Land, als Heimat von K-Pop, als Exportmeister von Smartphones und Halbleitern. Umso größer war der Schock, als der damalige Präsident Yoon Suk-yeol 2024 das Kriegsrecht ausrief. Plötzlich stand die Frage im Raum, wie stabil ein Land ist, das wirtschaftlich längst zu den wichtigsten Demokratien Asiens zählt. Und als Nachbar von Nordkorea unmittelbar mit einer der gefährlichsten Konfliktlinien der Welt konfrontiert ist.

Genau darum soll es bei unserer nächsten Recherchereise gehen: Was ist Südkorea für ein Land, dessen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf einem ähnlichen Niveau liegt wie das der EU-Staaten, das tief in globale Lieferketten eingebunden ist und zugleich 70 Jahre nach dem Waffenstillstand weiter mit dem unberechenbaren Handeln seines Nachbars Nordkorea umgehen muss.

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Ein Land unter Druck: Georgien am Scheideweg zwischen Europa und Russland

Recherchereise nach Georgien im November 2025

Von Tim Schellenbach und Moritz Kudermann

Die Flagge der EU sieht man nicht nur auf den Demonstrationen, sondern überall in Tiflis (Foto: Johann Stephanowitz)

Tbilisi empfängt uns an diesem Freitagmittag mit seiner ganzen Pracht: Die Sonne strahlt, und bei angenehmen 18 Grad brechen wir auf in Richtung Stadtzentrum. Ein Snack beim Bäcker auf die Hand, schnell noch einen Kaffee in der Sonne getrunken, und schon geht es weiter – der Start einer ganz normalen Reise. Doch wer aufmerksam durch Tbilisi läuft, merkt schnell: Irgendetwas hier ist anders. Da sind etwa die bemalten Hauswände, die abwechselnd die Flagge von Georgien, der EU, der NATO oder der Ukraine zeigen – geziert mit der Aufschrift „FUCK PUTIN“ oder „FUCK RUZZIA“. Oder die Kameras, die uns auf der Rustaveli Avenue, einer der Hauptstraßen der Stadt, auf Schritt und Tritt aufzeichnen.

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Klimawandel, Kaffee und Reisestrapazen

Recherchereise nach Äthiopien im November/Dezember 2025

Von Gian-Luca Delbach, Clara Gehrunger und Amélie Günther

Addis Abeba verändert sich so rasant wie wohl keine andere Stadt in Afrika (Foto: Julian Hilgers)

Dass man sich mit Ende 20 oder Anfang 30 noch einmal wie vor dem Beginn eines neuen Schuljahres fühlen kann, ist etwas, mit dem wir am Frankfurter Flughafen nicht unbedingt gerechnet haben. Aber genau dieses Gefühl kommt auf, als unsere Gruppe von zwölf Journalist*innen erstmals in der realen Welt aufeinander trifft und die ersten verhaltenen „Hi ich bin XYZ” ausgetauscht sind.

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Brasilien vor der COP30: Soziale Bewegungen und Klimagerechtigkeit

Recherchereise nach Brasilien im Oktober 2025

Von Timur Gökce, Melissa Erhardt und Kyra Hertel

Die Millionenstadt Belém im Amazonasgebiet war Gastgeber der Weltklimakonferenz COP30 (Peter Neitzsch)

Zwölf Tage lang sind wir im größten Land Südamerikas unterwegs, auf der Suche nach Themen, Geschichten und Menschen. Unser Anlass: Die COP30, die UN-Weltklimakonferenz in Belém. Dabei berichten wir nicht von der COP30 selbst, sondern über das, was die Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik und Privatwirtschaft im Vorfeld der Konferenz bewegt. Notizen aus Brasilien.

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Georgiens Zukunft – Europa oder Russland? 

Einladung zur jn-Recherchereise nach Georgien vom 6. bis 16. November 2025

Pro-europäische Proteste in Tiflis (Foto: Ramaz Bluashvili)

Vor einem Jahr erschütterten massive Proteste gegen Wahlfälschungen und die Regierungspartei „Georgischer Traum“ die georgische Gesellschaft. Trotzdem ist für viele junge Georgier:innen der Wunsch nach einem klaren europäischen Kurs so groß wie nie zuvor. Zugleich ist das Land von tiefen politischen und gesellschaftlichen Spannungen geprägt.

Mit unserer rund zehntägigen Recherchereise möchten wir diese Widersprüche sichtbar machen und mit zentralen Akteur:innen ins Gespräch kommen.

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Kaffee, Klimakrise und Konfliktbewältigung: Äthiopien vor dem Wahljahr 

Einladung zur jn-Recherchereise nach Äthiopien vom 29. November bis 13. Dezember 2025

Die Skyline von Addis Abeba (Foto: Pexels/Christian Alemu)

Äthiopien zählt zu den spannendsten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent: Als einziges Land wurde es nie kolonisiert, es ist der größte Binnenstaat der Welt und Äthiopiens Wirtschaft verzeichnet eine der stärksten Wachstumsraten auf dem Kontinent. Dazu hat die Afrikanische Union ihren Sitz in der Hauptstadt Addis Abeba. Äthiopien spielt also für die Stabilität am Horn in Afrika und auf dem ganzen Kontinent eine wichtige Rolle. 2026 stehen in Äthiopien Wahlen an. Im Vorfeld lädt journalists.network e.V. neun junge Journalist*innen zu einer zweiwöchigen Recherchereise durch Äthiopien ein. 

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Brasilien vor der COP 30: Soziale Bewegungen und Klimagerechtigkeit

Einladung zur jn-Recherchereise nach Brasilien vom 07. bis 21. Oktober 2025

São Paulo – das wirtschaftliche Zentrum Brasiliens (Foto: Oliver Noffke)

Anfang November 2025 findet die UN-Klimakonferenz COP 30 im brasilianischen Belém statt. Im Vorfeld lädt journalists.network e.V. etwa zehn junge Journalist*innen zu einer zweiwöchigen Recherchereise durch Brasilien ein. Die wirtschaftliche Transformation des größten Landes Südamerikas und seine außergewöhnliche Rolle in der internationalen Klimapolitik stehen dabei im Vordergrund.

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Neuanfänge, Umbrüche, Tabubrüche? Japan in unsicheren Zeiten

Recherchereise nach Japan im Juni 2025

Von Jana Niehoff

Ausgehviertel in Japan – Voll mit Menschen und vielen verschiedenen Essenslokalen (Aljoscha Hartmann)

Schon der Blick aus dem Flieger beim Landeanflug auf Tokio ist beeindruckend. Wer glaubt, von weit oben sehe selbst ein 37 Millionen Einwohner:innen starker Ballungsraum winzig aus, der irrt. Unzählige kleine Dächer, aneinandergereiht, Wolkenkratzer, Bahn-Stationen, dazwischen ein paar Felder, Straßen, Autos, die links fahren. Nach der Landung folgt eine kurze Bahnfahrt vom Flughafen ins Stadtinnere. Tokio, gesehen auf Augenhöhe, bedeutet dicht an dicht gedrängte graue, flache Häuser, getrennt von schmalen Gassen. Tempelanlagen und Parks lassen etwas Raum zum Atmen, sind aber umringt von Wolkenkratzern und leuchtenden Türmen mit schrill-bunten Reklametafeln. In den U-Bahn-Stationen laufen die Menschen „im Stechschritt“, es scheint als hätten alle möglichst schnell irgendwo zu sein. Tokio ist riesig, dicht besiedelt, eine gigantische Mega-Metropole – und sehr leise. 

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Japans Wandel vom Pazifismus zur proaktiven Sicherheitspolitik

Einladung zur jn-Recherchereise nach Japan vom 5. bis 15. Juni 2025

Kirschblüten über dem Berg Fuji. Credit: Wikimedia/Midori

Während die USA und China als Partner weitgehend ausfallen, wird Japan für Europa geostrategisch immer wichtiger. Zugleich muss Japans Gesellschaft angesichts der Bedrohung durch autoritär regierte Nachbarländer einen schwierigen Wandel schaffen: von militärischer Zurückhaltung zum Aufbau größerer Verteidigungsfähigkeit. Die Wirtschaft des Landes hat sich bereits resilienter gegen China-Abhängigkeiten und Handelsschocks aufgestellt.

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Mit Kenia das Klima retten

Recherchereise nach Kenia im November 2023

Von Philipp Sandner, Gundula Haage

„Kick den Klimawandel raus aus Kenia“ fordert diese Wandmalerei in Nyahururu (Foto: Gundula Haage)

Der Tag, an dem wir in Kenia landen, ist ein Montag. Einen ganz normalen Arbeitstag hatten wir erwartet – aber nicht mit Präsident William Ruto. Der legt Wert auf seinen neuen Ruf als „Klimachampion Afrikas“ und hat den 13. November spontan zum „Tag des Bäumepflanzens“ erklärt. Hundert Millionen Bäume sollen heute in ganz Kenia gepflanzt werden, eine große Aufgabe für die rund 53 Millionen Kenianer:innen. Das Ziel: 15 Milliarden Bäume bis 2032.

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