Einladung zur jn-Recherchereise nach Georgien vom 6. bis 16. November 2025
Pro-europäische Proteste in Tiflis (Foto: Ramaz Bluashvili)
Vor einem Jahr erschütterten massive Proteste gegen Wahlfälschungen und die Regierungspartei „Georgischer Traum“ die georgische Gesellschaft. Trotzdem ist für viele junge Georgier:innen der Wunsch nach einem klaren europäischen Kurs so groß wie nie zuvor. Zugleich ist das Land von tiefen politischen und gesellschaftlichen Spannungen geprägt.
Mit unserer rund zehntägigen Recherchereise möchten wir diese Widersprüche sichtbar machen und mit zentralen Akteur:innen ins Gespräch kommen.
Äthiopien zählt zu den spannendsten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent: Als einziges Land wurde es nie kolonisiert, es ist der größte Binnenstaat der Welt und Äthiopiens Wirtschaft verzeichnet eine der stärksten Wachstumsraten auf dem Kontinent. Dazu hat die Afrikanische Union ihren Sitz in der Hauptstadt Addis Abeba. Äthiopien spielt also für die Stabilität am Horn in Afrika und auf dem ganzen Kontinent eine wichtige Rolle. 2026 stehen in Äthiopien Wahlen an. Im Vorfeld lädt journalists.network e.V. neun junge Journalist*innen zu einer zweiwöchigen Recherchereise durch Äthiopien ein.
Brasilien vor der COP 30: Soziale Bewegungen und Klimagerechtigkeit
Einladung zur jn-Recherchereise nach Brasilien vom 07. bis 21. Oktober 2025
São Paulo – das wirtschaftliche Zentrum Brasiliens (Foto: Oliver Noffke)
Anfang November 2025 findet die UN-Klimakonferenz COP 30 im brasilianischen Belém statt. Im Vorfeld lädt journalists.network e.V. etwa zehn junge Journalist*innen zu einer zweiwöchigen Recherchereise durch Brasilien ein. Die wirtschaftliche Transformation des größten Landes Südamerikas und seine außergewöhnliche Rolle in der internationalen Klimapolitik stehen dabei im Vordergrund.
Neuanfänge, Umbrüche, Tabubrüche? Japan in unsicheren Zeiten
Recherchereise nach Japan im Juni 2025
VonJana Niehoff
Ausgehviertel in Japan – Voll mit Menschen und vielen verschiedenen Essenslokalen (Aljoscha Hartmann)
Schon der Blick aus dem Flieger beim Landeanflug auf Tokio ist beeindruckend. Wer glaubt, von weit oben sehe selbst ein 37 Millionen Einwohner:innen starker Ballungsraum winzig aus, der irrt. Unzählige kleine Dächer, aneinandergereiht, Wolkenkratzer, Bahn-Stationen, dazwischen ein paar Felder, Straßen, Autos, die links fahren. Nach der Landung folgt eine kurze Bahnfahrt vom Flughafen ins Stadtinnere. Tokio, gesehen auf Augenhöhe, bedeutet dicht an dicht gedrängte graue, flache Häuser, getrennt von schmalen Gassen. Tempelanlagen und Parks lassen etwas Raum zum Atmen, sind aber umringt von Wolkenkratzern und leuchtenden Türmen mit schrill-bunten Reklametafeln. In den U-Bahn-Stationen laufen die Menschen „im Stechschritt“, es scheint als hätten alle möglichst schnell irgendwo zu sein. Tokio ist riesig, dicht besiedelt, eine gigantische Mega-Metropole – und sehr leise.
Japans Wandel vom Pazifismus zur proaktiven Sicherheitspolitik
Einladung zur jn-Recherchereise nach Japan vom 5. bis 15. Juni 2025
Kirschblüten über dem Berg Fuji. Credit: Wikimedia/Midori
Während die USA und China als Partner weitgehend ausfallen, wird Japan für Europa geostrategisch immer wichtiger. Zugleich muss Japans Gesellschaft angesichts der Bedrohung durch autoritär regierte Nachbarländer einen schwierigen Wandel schaffen: von militärischer Zurückhaltung zum Aufbau größerer Verteidigungsfähigkeit. Die Wirtschaft des Landes hat sich bereits resilienter gegen China-Abhängigkeiten und Handelsschocks aufgestellt.